Berichte

Auf verborgenen Pfaden durchs Tösstockgebiet

Am Samstag waren wir 10 gut gelaunte Goldsucherinnen und Goldsucher auf verborgenen Pfaden im Tössstockgebiet unterwegs. Damit auch sofort allen klar wurde, dass wir uns abseits der kartografierten Wege bewegen, haben die Waldarbeiter die Wochen davor fleissig geholzt und die Äste auf unserem Weg liegen gelassen. So war dann also der erste Teil eine Geschicklichkeits- und Gleichgewichtsübung zum Aufwärmen. Das heitere Geplapper ging trotzdem weiter bis wir auf der Schindelberghöchi unsere erste Rast machten und Priska die Geschichte vom Goldloch erzählt hat, wie sie Otto Schaufelberger vor fast genau 100 Jahren erfahren und in seinem Buch 'Menschen am Schnebelhorn' festgehalten hat. Auch Otto Schaufelberger hat sich aufgemacht, um das Goldloch zu erkunden. Auf einmal war es in der Gruppe mucksmäuschenstill. Als die Geschichte erzählt war, hat sich zu Unbeschwertheit, nun auch Respekt und vielleicht sogar leichte Furcht gestellt. Die Spannung war aufgebaut, Ziel erreicht. 'So gut wurde ich noch nie vorbereitet, auf das was kommt' hat Albert kommentiert.

Auch Matthias, der von sich behauptet, dass er nur drei Sachen recht gut kann, «Schnörren, Secklen und Schreiben», war auf einmal erstaunlich ruhig. Wie es weiter ging, hat er mit diesen Worten zusammengefasst.

'Auch ohne gefundene Goldklümpchen war es für mich ein goldiger Ausflug mit viel innerem Reichtum. Und das ist doch wirklich das, was schlussendlich zählt. Auf jeden Fall war ich so beflügelt, dass ich mit Annemarie jauchzend nach Steg hinunter gefahren bin und anschliessend ohne Strom bis Saland. So viel innere Energie gab mir dieser von Priska so liebevoll und in allen Dimensionen, von geschichtlichem, historischem Hintergrund bis zu dem Wandern auf wunderbaren, einsamen Pfaden und dem tollen Outdoor-Raclette, geplanten und durchgeführtem Ausflug.

Allen anderen Danke ich auch für die interessanten und bereichernden Gespräche von Trauer, Tod, und Leben über die Berufsbilder von Lehrern bis den neuesten Therapien gegen Hypertonie. Natürlich auch für die Teller und das Besteck, dass ich trotz stundenlangem Studieren der Checkliste einfach wieder einmal vergessen habe.'